Behrensdorfer Totengilde
von 1754



Unsere Schützenabteilung
Leiter unserer Schützenabteilung ist Herr Holger Witthinrich, Strandstr. 37a, in Behrensdorf, Tel.: 04381 / 5751..
Unsere Schützenabteilung besteht aus ca. 15 Gildebrüder und Gildeschwestern, die gern mal Kleinkaliber-Schießen und bei einem Getränk gemütlich zusammensitzen.
An den Pokalschießen der anderen Gilden wird selbstverständlich auch teilgenommen.
Dafür findet an jedem 1. und 3. Dienstag im Monat, ab 19.30 Uhr, ein Übungsschießen auf dem Schießstand im Sportlerheim Behrensdorf statt.
Am Jahresende wird von der Schützenabteilung eine tolle Abschlussfeier veranstaltet.
Wer Lust hat, ob Mann oder Frau, sich unserer Schützenabteilung anzuschließen, ist herzlich willkommen.

 

Behrensdorfer Jugendgilde
Der Vorsitzende der Jugendgilde ist Holger Witthinrich, Strandstr. 37a, in Behrensdorf, Tel.: 04381 / 5751.
Die Kinder treffen sich immer zum Übungsschießen mit dem Luftgewehr jeden 1. und 3. Montag, um 18.00 Uhr, auf dem Schießstand im Sportlerheim in Behrensdorf.
Die Jugendgilde feiert mit der Behrensdorfer Totengilde zusammen am Samstag, immer 14 Tage nach Pfingsten, das Gildefest, bei dem auch das Jugend-Königspaar ermittelt wird. Außerdem geht Herr Witthinrich mit den Kindern mal ins Kino oder sie werden zum Essen eingeladen.
Kinder, die noch nicht zu unserer Jugendgilde gehören, sind herzlich eingeladen, mal vorbeizuschauen.


Was versteht man unter Totengilde?
Die Totengilde ist in gutsabhängigen Dörfern als Notgemeinschaft entstanden. Im frühen 18. Jahrhundert waren die hier wohnenden Menschen noch Leibeigene.
Die Gutsherren waren alleinige Nutznießer der Jagd, Fischerei und Forstwirtschaft und somit einzige Arbeitgeber der völlig verarmten Bevölkerung.
In Notfällen wie Brand, Seuchen oder Sterbefällen hat man sich schon mehrere hundert Jahre nach dem Prinzip „Einer für Alle, Alle für Einen“ selbst geholfen.
Nach dem Knechtenaufstand wurde die Behrensdorfer Totengilde von 1754 von der Neverstorfer Obrigkeit ins Leben gerufen, um sich von den Kosten, die bei Tod eines Leibeigenen entstanden, z. B. Bezahlung des Sarges, Bewirtung der Trauergäste, Kuhlengräber und den Stolgebühren der Kirche, zu befreien.
Das Gildefest war früher das einzige Fest, das sich die Menschen geleistet haben.
Dazu wurden Straßen und Gärten gereinigt und mit Girlanden und Fahnen geschmückt, sowie Erfrischungen für den Festumzug gereicht.

Noch heute wird in den einzelnen Gemeinden das Gildefest groß gefeiert. Jede Gemeinde hat einen Gilde Gedenkstein, der an die gefallenen und verstorbenen Gildebrüder und Gildeschwestern erinnert.
Um die Kontakte der einzelnen Gilden untereinander zu fördern, werden Pokal-Schießen mit Kleinkaliber-Gewehren durchgeführt. Auch gehört es zur Tradition, dass zu einem Gildefest die Fahnenabordnung einer der Nachbargilden eingeladen wird.

Texte: Horst Dobrindt